Jobs für Ärzte in der Schweiz

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Karriere als Ärztin oder Arzt in der Schweiz

Die Schweiz zählt zu den weltweit attraktivsten Arbeitsmärkten für Medizinerinnen und Mediziner. Hohe Versorgungsqualität, international anerkannte Spitzenmedizin und ein strukturell wachsender Fachkräftebedarf führen zu einer hohen Nachfrage nach Arzt Jobs - an Universitätsspitälern, Kantonsspitälern, Privatkliniken, Reha-Zentren, Gruppenpraxen und Hausarztpraxen ebenso wie in Forschung und Lehre. Die Karrierepfade sind klar strukturiert: vom Assistenzarzt über den Oberarzt zum Leitenden Arzt oder zum Chefarzt, ergänzt durch alternative Wege in die Selbständigkeit über Praxisübernahme oder Niederlassung. Unsere Stellenangebote Arzt decken alle Karrierestufen, Fachrichtungen und Regionen der Schweiz ab und richten sich an Berufseinsteigende ebenso wie an erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte. Mit unserer spezialisierten Personalvermittlung Arzt Schweiz finden Sie passende Arzt Stellen in der Schweiz - diskret, persönlich und für Bewerbende kostenfrei.

Aufgaben und Tätigkeiten in der ärztlichen Praxis

Ärztliche Tätigkeit umfasst Diagnostik, Therapie und ganzheitliche Patientenbetreuung; die konkreten Aufgaben variieren jedoch deutlich nach Fachrichtung, Setting und Karrierestufe. Im stationären Klinikalltag prägen interdisziplinäre Visiten, Notfallmedizin, operative oder interventionelle Eingriffe sowie die Aus- und Weiterbildung jüngerer Kolleginnen und Kollegen den Berufsalltag. In der ambulanten Praxis stehen Langzeitbetreuung, Prävention und die Beziehung zur Patientin und zum Patienten im Vordergrund. In Forschung und akademischer Tätigkeit kommen Studienarbeit, Publikationstätigkeit und Lehre an Universitäten hinzu. Besonders gefragt sind in der Schweiz aktuell Arzt Jobs und Ärztestelle-Angebote in Allgemeiner Innerer Medizin und Hausarztmedizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Anästhesiologie, Radiologie, Augenheilkunde, Notfallmedizin, Geriatrie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Unsere Stellenangebote Arzt bilden das gesamte fachliche Spektrum ab - von der Spitalmedizin bis zur niedergelassenen Praxis.

Der Schweizer Arbeitsmarkt für Ärztinnen und Ärzte: Aktuelle Situation

Der Schweizer Markt für Arzt Stellen ist geprägt durch einen anhaltenden Fachkräftemangel, insbesondere in der Hausarztmedizin und in ländlichen Regionen. Von den in der Schweiz berufstätigen Ärztinnen und Ärzten haben 43 % ihr Medizinstudium im Ausland abgeschlossen - dies zeigt die grosse Bedeutung internationaler Ärztinnen und Ärzte für den Schweizer Arbeitsmarkt und die medizinische Versorgung.Für ausländische Medizinerinnen und Mediziner besteht mit der MEBEKO ein etabliertes Verfahren zur Anerkennung ausländischer Diplome und Berufsqualifikationen Für Ärztinnen und Ärzte aus Deutschland und Österreich ist der Wechsel in die Schweiz dank EU-Richtlinie 2005/36/EG in der Regel unkompliziert. Wachsende Bedeutung gewinnen flexible Arbeitsmodelle: Teilzeitstellen, Job-Sharing und strukturierte Wiedereinstiegsprogramme sind heute auch auf Kaderstufe etabliert. Zugleich verändert sich der Arbeitsmarkt: Konsolidierung bei Privatklinikgruppen, neue ambulante Versorgungsmodelle, das seit dem 1. Januar 2026 geltende Tarifsystem aus TARDOC und ambulanten Pauschalen sowie die kantonale Zulassungssteuerung nach Art. 55a KVG beeinflussen Karriereentscheidungen zunehmend. Wer einen Stellenwechsel plant, profitiert von früher Marktorientierung - idealerweise sechs bis zwölf Monate vor dem angestrebten Wechsel.

Gehalt und Benefits für Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz

Die Schweiz bietet Ärztinnen und Ärzten im europäischen Vergleich sehr attraktive Verdienst- und Karrierechancen. Der Lohnrechner des VSAO Zürich ermöglicht eine Orientierung zu den Grundlöhnen. Nach unserer langjährigen Markt- und Vermittlungserfahrung liegt das Bruttojahresgehalt für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte inklusive 13. Monatslohn bei rund CHF 102'000 bis CHF 113'000. Fachärztinnen und Fachärzte verdienen je nach Spezialisierung, Kanton und Dienstbelastung zwischen CHF 150'000 und CHF 230'000, Oberärztinnen und Oberärzte typischerweise zwischen CHF 180'000 und CHF 280'000 sowie Leitende Ärztinnen und Leitende Ärzte zwischen CHF 200'000 und CHF 450'000. Chefärztinnen und Chefärzte erreichen häufig CHF 320'000 und mehr. In Kombination mit Privathonorar-Anteilen aus der Behandlung halbprivat und privat versicherter Patientinnen und Patienten kann die Gesamtvergütung deutlich darüber liegen. Die konkrete Höhe variiert nach Fachgebiet, Kanton und Trägerschaft. Operative Fächer, Radiologie und Kardiologie liegen tendenziell im oberen Bereich der jeweiligen Spanne. Die Kantone Zürich, Zug, Basel und Genf zahlen typischerweise höhere Gehälter als ländliche Regionen. Hinzu kommen Benefits wie geregelte Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitsgesetzes, grosszügige Pensionskassenleistungen, Kaderversicherungen, Weiterbildungsbudgets sowie in einzelnen Häusern Wohn- oder Mobilitätszulagen. Ergänzende Informationen zu berufs- und regionsüblichen Löhnen bietet das Lohnbuch Schweiz 2026. Durch unsere spezialisierte Personalvermittlung für Ärztinnen und Ärzte unterstützen wir Sie dabei, Positionen mit einem optimalen Gesamtpaket zu finden, inklusive transparenter Vertrags- und Gehaltsverhandlung.

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Für Ärztinnen und Ärzte aus der Schweiz - Häufig gestellte Fragen

Wie diskret läuft eine Stellensuche über SEIRO ab?

Diskretion hat bei SEIRO bei der Stellensuche höchste Priorität. Ihre Bewerbung, Ihre Unterlagen und sämtliche Gespräche werden streng vertraulich behandelt. Es erfolgt keinerlei Kontaktaufnahme mit Ihrer aktuellen Arbeitgeberin, Ihrem aktuellen Arbeitgeber oder Ihrem beruflichen Umfeld ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung. Das ist für uns nicht nur eine Frage des Vertrauens, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben (Art. 7 Abs. 3 AVG).

Auch die Terminvereinbarung erfolgt flexibel und diskret. Erstgespräche können auf Wunsch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten stattfinden, beispielsweise am Abend oder am Wochenende. So können Sie sich in Ruhe und ohne Verpflichtungen über neue berufliche Perspektiven als Ärztin oder Arzt in der Schweiz informieren.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen für Bewerbende. Ein vertrauliches Erstgespräch mit SEIRO können Sie direkt über unsere Kontaktseite vereinbaren.

Wie stellen Sie sicher, dass mein aktueller Arbeitgeber nichts von meiner Stellensuche erfährt?

Viele Ärztinnen und Ärzte haben genau diese Sorge. Entsprechend konsequent und vertraulich gestalten wir den gesamten Vermittlungsprozess. Ihr Profil wird ausschliesslich anonymisiert und erst nach Ihrer ausdrücklichen schriftlichen Freigabe an potenzielle Arbeitgeber weitergegeben. Wir sprechen keine Institution ohne Ihre Einwilligung an und stimmen jeden weiteren Schritt transparent mit Ihnen ab.

Ihre Bewerbungsunterlagen und Personendaten behandelt SEIRO streng vertraulich und nach den Vorgaben des Schweizer Datenschutzgesetzes. Die Weitergabe erfolgt nur im Rahmen eines konkreten Bewerbungs- oder Vermittlungsprozesses.

SEIRO begleitet Sie mit klar definierten Freigabeschritten, damit Ihre aktuelle berufliche Position während der gesamten Stellensuche bestmöglich geschützt bleibt.

Wie funktioniert die Niederlassung als selbständige Ärztin oder selbständiger Arzt (OKP-Zulassung)?

Die Niederlassung als selbständige Ärztin oder selbständiger Arzt in der Schweiz setzt mehrere Bewilligungen und Voraussetzungen voraus, die nacheinander zu erlangen sind:

  • Kantonale Berufsausübungsbewilligung (BAB) nach Art. 34 ff. MedBG: erteilt vom Standortkanton aufgrund von anerkanntem Arztdiplom, Facharzttitel, Sprachkenntnissen (für die Berufsausübung ausreichend, kantonal konkretisiert) und der Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung. Die konkrete Ausgestaltung der Zulassung ist kantonal unterschiedlich gemäss Art. 55a KVG.

  • OKP-Zulassung nach Art. 36 ff. KVG: berechtigt zur Abrechnung zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung; setzt zusätzlich eine dreijährige ärztliche Tätigkeit im beantragten Fachgebiet an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte voraus (massgeblich sind die Vorgaben gemäss KVG in Verbindung mit der KVV). Diese Tätigkeit kann auch in Teilzeit erbracht werden, verlängert sich dann aber entsprechend (z. B. sechs Jahre bei einem 50%-Pensum statt drei Jahre bei 100%). Für folgende Fachgebiete gelten aktuell Ausnahmen von der dreijährigen Tätigkeitspflicht: Allgemeine Innere Medizin, Praktische Ärztinnen und Praktische Ärzte, Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Die aktuelle Ausnahmebestimmung gilt bis zum 31. Dezember 2027.

  • ZSR-Nummer der SASIS AG: technische Voraussetzung für die elektronische Abrechnung mit den Krankenversicherern; es handelt sich dabei nicht um eine Bewilligung, sondern um eine administrative Voraussetzung

SEIRO begleitet Sie bei der gesamten Planung - von der Standortwahl über die Klärung der Zulassungsmöglichkeit im Wunschkanton bis zur konkreten Antragstellung. Bei einer Praxisübernahme vermitteln wir zudem den Kontakt zu Praxen, die eine Nachfolge suchen.

Welche flexiblen Arbeitsmodelle gibt es - Teilzeit oder Wiedereinstieg nach einer Familienpause?

Teilzeitstellen sind in vielen Spitälern, Privatkliniken und Gruppenpraxen etabliert - sowohl auf Assistenz- und Facharztstufe als auch in Oberarzt- und Kaderfunktionen. Beim Beschäftigungsgrad ist zu beachten: Eine Anstellung ab 50 % wird vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) als Weiterbildungszeit anerkannt, wobei sich die Gesamtdauer der Facharztweiterbildung entsprechend verlängert. Anstellungen unter 50 % werden in der Regel nicht angerechnet.

Auch ein Wiedereinstieg nach einer Familien- oder Berufspause ist in den meisten Fachgebieten gut möglich, wenn er strukturiert geplant wird. Entscheidend sind aktuelle fachliche Anknüpfungspunkte, ein klares Profil sowie passende Rahmenbedingungen am künftigen Arbeitsplatz - etwa Einarbeitungszeit, Mentoring und ein angemessener Beschäftigungsgrad zum Start. Wer länger pausiert hat, profitiert häufig von kurzen Refresher-Einsätzen oder einem schrittweise erhöhten Pensum.

SEIRO kennt die Häuser mit gelebten Teilzeit- und Wiedereinstiegsmodellen und begleitet Sie dabei, das passende Umfeld zu finden und den nächsten Schritt sorgfältig vorzubereiten.

Was kostet mich die Vermittlung über SEIRO?

Die Dienstleistungen von SEIRO sind für Bewerbende vollständig kostenfrei. Dies umfasst das Erstgespräch, den Lohnbenchmark, die Vertragsanalyse, die Begleitung bei Verhandlungen sowie die gesamte Vermittlung bis zur Anstellung. Für Sie entstehen weder Gebühren noch Vorauszahlungen oder Erfolgsprovisionen.

Unsere Vergütung erfolgt ausschliesslich durch den Arbeitgeber und nur im Erfolgsfall. Dadurch erhalten Sie zudem Zugang zu Positionen, die häufig nicht öffentlich ausgeschrieben werden.

Für ausländische Ärztinnen und Ärzte: Häufig gestellte Fragen zu Arztstellen in der Schweiz

Kann ich als Ärztin oder Arzt mit einem nicht in der Schweiz erworbenen Facharzttitel in der Schweiz arbeiten?

Ja, das ist möglich. Wurde Ihr Arztdiplom bzw. Facharzttitel in einem EU-/EFTA-Staat erworben und entspricht es der dort in der Richtlinie 2005/36/EG bzw. im EFTA-Übereinkommen genannten Bezeichnung, erfolgt in der Regel eine direkte Anerkennung Ihres Diploms bzw. Facharzttitels durch die MEBEKO.

Wurde Ihr Diplom bzw. Facharzttitel ausserhalb der EU/EFTA erworben, kommt nur eine *indirekte Anerkennung in Frage. Dabei wird zwischen Arztdiplom und Facharzttitel unterschieden – die Voraussetzungen sind unterschiedlich.

Für das Arztdiplom braucht es kumulativ: Schweizer, EU- oder EFTA-Staatsangehörigkeit (oder die des Ehepartners), eine bereits erfolgte formelle Anerkennung des Diploms durch einen EU-/EFTA-Staat sowie mindestens drei Jahre aktuelle klinische Erfahrung (nicht älter als fünf Jahre), erworben im Anerkennungsstaat und/oder in der Schweiz.

Für den Facharzttitel gelten dieselbe Staatsangehörigkeits- und Erfahrungsvoraussetzung, zusätzlich: ein bereits anerkanntes oder eidgenössisches Arztdiplom sowie eine ausdrückliche Bestätigung, dass die Anerkennung im EU-/EFTA-Staat den europäischen Mindestanforderungen an die Weiterbildung entspricht (Richtlinie 2005/36/EG, Anhang V) – eine blosse Berufserlaubnis im Ausland reicht dafür nicht aus. Das gilt zudem nur für Fachgebiete, die tatsächlich unter das Freizügigkeitsabkommen Schweiz/EU fallen.

Ist Ihr Diplom nicht anerkennbar, führt ein Weg über die Registrierung des Diploms und die anschliessende eidgenössische Prüfung in Humanmedizin. In jedem Fall sind Sprachkenntnisse mindestens auf Niveau B2 einer Schweizer Landessprache nachzuweisen.

* Die indirekte Anerkennung eines ausländischen Facharzttitels ist ein langer Weg, der nur in wenigen Fällen vollständig erfüllt wird. Wir empfehlen, die eigene Situation frühzeitig und sorgfältig abzuklären, bevor Sie Ihre Planung darauf stützen.

Welche Voraussetzungen benötige ich, um als Ärztin oder Arzt in der Schweiz zu arbeiten? Anerkennung des Arztdiploms in der Schweiz

Um in der Schweiz als Arzt oder Ärztin tätig zu sein, benötigen Sie ein abgeschlossenes Medizinstudium, in der Regel die Anerkennung Ihres Diploms durch die MEBEKO (Medizinalberufekommission des Bundesamtes für Gesundheit BAG), einen Eintrag im Medizinalberuferegister (MedReg) sowie Sprachkenntnisse mindestens auf Niveau B2 in einer Landessprache (Deutsch, Französisch oder Italienisch). Rechtsgrundlage ist das Medizinalberufegesetz (MedBG) sowie umfassende Details unter Arbeiten als Arzt in der Schweiz - alle Infos.

Gut zu wissen: Die Schweiz kennt keine nationale Approbation nach deutschem oder österreichischem Modell. Entscheidend sind die Anerkennung oder Registrierung des ausländischen Arztdiploms, der Eintrag im Medizinalberuferegister und je nach Funktion, eine kantonale Berufsausübungsbewilligung. Nach erfolgreicher Anerkennung oder Registrierung wird das Diplom im MedReg eingetragen. Deutsche und österreichische Arztdiplome können bei vollständiger Erfüllung der Voraussetzungen direkt durch die MEBEKO anerkannt werden.

Kann ich ohne MEBEKO-Anerkennung als Ärztin oder Arzt in der Schweiz arbeiten?

Eine ärztliche Tätigkeit in der Schweiz ist ohne Eintrag im Medizinalberuferegister (MedReg), bei ausländischen Diplomen mittels MEBEKO-Anerkennung, grundsätzlich nicht möglich: Dieser Eintrag ist seit dem 1. Januar 2018 zwingende gesetzliche Voraussetzung gemäss Medizinalberufegesetz (MedBG) und gilt für jede ärztliche Tätigkeit, auch in Spitälern und Kliniken. Eine Ausnahme besteht für EU/EFTA-Ärztinnen und -Ärzte mit Wohnsitz und Haupttätigkeit im EU/EFTA-Raum, die in der Schweiz maximal 90 Arbeitstage pro Kalenderjahr als Dienstleister tätig sind: In diesem Fall genügt das Meldeverfahren beim SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation), zusätzlich zur Meldung der genauen Arbeitstage vor Beginn der Tätigkeit über easygov.swiss. Die MEBEKO prüft dabei die Berufsqualifikationen im Rahmen des Meldeverfahrens; ein separater Anerkennungsantrag ist nicht erforderlich.

Wie lange dauert die MEBEKO-Anerkennung?

Die Verfahrensdauer hängt vom Herkunftsland Ihres Diploms und der Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen ab:

  • Direkte Anerkennung (EU/EFTA-Diplome): derzeit rund 3, in Einzelfällen bis zu 6 Monate

  • Indirekte Anerkennung (Drittstaatendiplome mit EU/EFTA-Anerkennung): erfahrungsgemäss deutlich länger, je nach Auslastung der Behörde

  • Spracheintrag im MedReg: zusätzlich einige Wochen


Die MEBEKO gibt keine verbindlichen Fristen an und kann das Verfahren selbst nicht beschleunigen. Wir empfehlen, den Antrag frühzeitig – idealerweise 6 Monate vor dem geplanten Stellenantritt – einzureichen. Häufige Verzögerungen entstehen durch fehlende Beglaubigungen oder Übersetzungen; eine professionelle Vorprüfung der Dokumente hilft, solche Verzögerungen zu vermeiden.

Was kostet die MEBEKO-Anerkennung?

Die Kosten der MEBEKO-Anerkennung trägt die antragstellende Person selbst:

  • Prüfung der beruflichen Qualifikationen (Diplom): CHF 800 – 1'000

  • Anerkennung Facharzttitel zusätzlich: CHF 800 – 1'000

  • Spracheintrag im MedReg: CHF 50 – 100

  • 90-Tage-Meldeverfahren beim SBFI: CHF 90 Verfahrensgebühr – zusätzlich kann hier eine MEBEKO-Prüfgebühr von CHF 800 – 1'000 pro Diplom bzw. Weiterbildungstitel anfallen

Hinzu kommen ggf. Kosten für beglaubigte Übersetzungen und Apostillen.

Warum übernehmen Arbeitgeber oder Vermittler die Kosten der MEBEKO-Anerkennung nicht?

Die MEBEKO-Anerkennung ist personengebunden, gilt lebenslang und ist weder an einen bestimmten Arbeitgeber noch an einen Kanton gebunden. Sie bleibt auch bei einem Stellenwechsel oder Auslandsaufenthalt bestehen. Es handelt sich damit um eine persönliche Berufsqualifikation - vergleichbar mit dem Medizinstudium selbst. Die MEBEKO stellt die Rechnung deshalb an die antragstellende Person selbst.
SEIRO unterstützt Sie kostenfrei bei der Vorprüfung Ihrer Unterlagen, der Antragstellung und der gesamten Kommunikation mit der MEBEKO die offiziellen Behördengebühren selbst übernehmen wir aktuell nicht.

Welche Sprachkenntnisse brauche ich als Ärztin oder Arzt in der Schweiz?

Die MEBEKO verlangt mindestens Niveau B2 (gemäss Gemeinsamem Europäischem Referenzrahmen) in der Amtssprache des Kantons, in dem Sie arbeiten möchten - Deutsch, Französisch oder Italienisch - und einen entsprechenden Eintrag im Medizinalberuferegister (MedReg). Spitäler und Kliniken erwarten in der Praxis jedoch häufig Niveau C1, insbesondere für direkten Patientenkontakt. Massgeblich ist die Sprachregion:

  • Deutschschweiz: Deutsch B2 - C1 (akzeptiert: Goethe-Zertifikat, telc, ÖSD, TestDaF)

  • Romandie: Französisch B2 - C1 (akzeptiert: DELF/DALF, TCF, TEF)

  • Tessin: Italienisch B2 - C1 (akzeptiert: CELI, CILS, PLIDA)

Ein offizieller Sprachnachweis muss in der Regel vor Stellenantritt vorliegen.

Welche Fachrichtungen sind in der Schweiz besonders gesucht?

In der Schweiz besteht ein anhaltend hoher Bedarf an Ärztinnen und Ärzten.

Besonders gefragt sind:

  • Allgemeine Innere Medizin und Hausarztmedizin

  • Psychiatrie und Psychotherapie

  • Anästhesiologie und Intensivmedizin

  • Radiologie

  • Augenheilkunde (Ophthalmologie)

  • Notfallmedizin

  • Geriatrie

  • Gynäkologie und Geburtshilfe

Auch Spitalärztinnen und -ärzte mit Leitungsfunktion sowie Belegärzte für Privatkliniken werden laufend gesucht. Die Nachfrage ist regional unterschiedlich - ländliche Kantone und Bergregionen bieten oft besonders attraktive Konditionen für den Berufseinstieg.

Welche Alternativen zum klassischen Spital gibt es für mich als Arzt in der Schweiz?

Neben dem öffentlichen Spital stehen Ärztinnen und Ärzten in der Schweiz mehrere attraktive Laufbahnoptionen offen:

  • Privatklinik: Anstellung in einer privaten Trägerschaft mit häufig höheren variablen Lohnanteilen und Privathonorar-Beteiligung

  • Gruppenpraxis: Anstellung oder Beteiligung als Partnerin oder Partner an einer Praxisgemeinschaft, häufig mit klaren Aufstiegspfaden in die Mitinhaberschaft

  • Eigene Praxis: Niederlassung in eigener Praxis oder Übernahme einer bestehenden Praxis

  • Belegarzttätigkeit: Selbständige Tätigkeit mit eigenen Patientinnen und Patienten, bei der die Infrastruktur einer Klinik auf vertraglicher Basis genutzt wird

  • Ambulante Zentren: Tätigkeit in interdisziplinären, häufig institutionell getragenen ambulanten Strukturen

Jedes Modell bringt unterschiedliche Chancen, Anforderungen und Verantwortlichkeiten mit sich - insbesondere hinsichtlich Eigenverantwortung, Lohnstruktur, Privathonoraranteil und unternehmerischem Risiko. Voraussetzung für jede selbständige oder eigenverantwortliche Tätigkeit ist eine kantonale Berufsausübungsbewilligung (BAB) sowie - bei OKP-pflichtiger Tätigkeit - die entsprechende Zulassung nach Art. 36 ff. KVG. SEIRO unterstützt Sie dabei, die passende Option realistisch einzuordnen und gezielt in das Umfeld vermittelt zu werden, das zu Ihrer beruflichen und persönlichen Situation passt.

Unterstützt SEIRO bei der MEBEKO-Anerkennung und Stellensuche?

Ja. Wir begleiten Sie gerne und kostenlos durch den gesamten Prozess: von der ersten Orientierung über die MEBEKO-Anerkennung bis zur Vermittlung an eine passende Stelle in der Schweiz. Kontaktieren Sie uns direkt: talents@seiro.ch · Telefon · WhatsApp